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Rassenportrait: Der Yorkshire Terrier

fleurlocher

Ein kleiner, aber energiegeladener Hund, der als Familienhund und Begleiter bekannt ist.


Der Yorkshire Terrier wird seit den 1860er Jahren im Norden Englands gezüchtet und wurde aus verschiedenen Rassen zusammengezüchtet, darunter dem Skye Terrier, Dandie Dinmont Terrier, Malteser und anderen kleinen Terriern. Er wurde ursprünglich von Arbeitern gezüchtet und gehalten um in der Grafschaft Yorkshire die Keller und Fabrikgebäude frei von Mäusen und Ratten zu halten. Später wurde auch der Adel auf die putzig aussehenden Hündchen aufmerksam und die Zucht konzentrierte sich mehr auf ein seidiges Fell und eine möglichst kleine Statur. Seit 1886 ist die Rasse offiziell anerkannt.


Intelligent, wachsam, furchtlos und lebhaft, diese Adjektive beschreiben das kleine Energiebündel gut.

Da er seinen Jagdinstinkt auch heute noch in sich trägt, muss der Yorkshire Terrier genügend geistige Stimulation erhalten sowie seine Nase bei alternativen Suchspielen benutzen können um glücklich und gesund zu bleiben. Denn der Yorkshire Terrier ist entgegen seines Aussehens alles andere als ein Schosshündchen! Als aktiver und lebhafter Hund sollte er seinen Bewegungsdrang ausleben dürfen, anstatt als modisches Zubehör in der Handtasche herumgetragen zu werden.


Doch auch eine konsequente Erziehung darf bei dem kleinen Kerl nicht fehlen, denn er weiss ganz genau was er will und übernimmt auch gerne die Führung! Da er ziemlich furchtlos ist, kann er sich schnell überschätzen und sich auch grossen Hunden gegenüber forsch zeigen. Daher ist es beim Yorkshire Terrier besonders wichtig, ihn im Welpenalter zu sozialisieren und an andere Hunde zu gewöhnen.

Leider kann auch unangenehmes Kläffen gegenüber anderen Hunden oder Menschen schnell zur Gewohnheit werden, wenn der Yorkie sich in Sicherheit seines Herrchens fühlt, zum Beispiel in sicherer Höhe auf den Armen seines Herrchens. Doch auch wenn Langeweile herrscht und er unzufrieden ist, bellt er gerne. Die Aufgabe, das Haus und Herrchen zu beschützen nehmen Yorkshire Terrier sehr ernst und sie können bei fehlender Erziehung zu regelrechten "Kläffern" werden. Man darf die Erziehung bei dem kleinen Hund daher nie schleifen lassen und muss ihm liebevoll aber konsequent Grenzen setzen. Alles in allem ist der Yorkshire Terrier trotz seiner kleinen Grösse also kein Anfängerhund, denn er ist nicht ganz so leicht zu erziehen und hat einen sehr sturen Kopf.


Yorkshire Terrier sind anfällig auf folgende gesundheitliche Probleme:


  • Patellaluxation (Luxation des Kniescheibchen)

  • Augenprobleme (Katarakte, Entropium)

  • Leber-Shunt (Fehlbildung der Leber)

  • Hyperaktivität

  • Allergien

  • Zahnstein und Zahnprobleme

  • Praktischer Mangel (Mangel an Protein im Körper)



Fellpflege

Da der Terrier keinen natürlichen Fellwechsel hat, muss das abgestorbene Fell regelmäßig getrimmt werden. Sein Seidenhaar muss ausserdem täglich gebürstet werden um schmerzende Verfilzungen zu vermeiden. Besonders sollte man darauf achten, dass dem Hund die Haare nicht in die Augen fallen, denn das lange, herabhängende Fell verursacht schnell Augenentzündungen.



Abschliessend ist zu sagen, dass das Bild des Yorkie mit Schleifchen im Haar und auf dem Arm eines Promis sehr trügerisch ist und dem Wesen des kleinen Jagdhundes nicht gerecht wird. Sein fröhliches und anhängliches Wesen sowie sein Teddiebär-Aussehen machen ihn zwar zu einem niedlichen kleinen Begleiter, doch der mutige und lebensfrohe Hund braucht auch viel Auslauf und viel Kopfarbeit und er kann sein Herrchen ordentlich auf Trab halten. Ein Terrier eben, einer, der beschäftigt werden möchte.



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